Heilbronn bleibt sicherster Stadtkreis in Baden-Württemberg
Polizei, Präsenz, Prävention: Warum die Kriminalität weiter zurückgeht
Die Stadt Heilbronn weist laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2024 erneut die niedrigste Kriminalitätsbelastung aller Stadtkreise in Baden-Württemberg auf. Die Zahl der registrierten Straftaten sank um rund 13 Prozent auf 34.778 Fälle. Die sogenannte Häufigkeitszahl – Straftaten pro 100.000 Einwohner – ging von 8.275 im Vorjahr auf 7100 zurück.

Freuen sich über die positiven Ergebnisse der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 für Heilbronn: Innenminister Thomas Strobl, Polizeipräsident Frank Spitzmüller und Oberbürgermeister Harry Mergel (v.l.). Foto: Stadt Heilbronn/Nico Kurth
Auffällig ist der Rückgang bei Rauschgiftdelikten (minus 45,5 Prozent), Diebstahls- und Straßenkriminalität sowie Vermögens- und Fälschungsdelikten. Auch die Gewaltkriminalität nahm deutlich ab. Körperverletzungen und Rohheitsdelikte gingen spürbar zurück, die Aufklärungsquote liegt in diesem Bereich bei über 90 Prozent.
Maßnahmen zeigen Wirkung
Dieser Rückgang ist nach Einschätzung von Stadt, Polizei und Innenministerium das Ergebnis intensiver gemeinsamer Sicherheitsanstrengungen. Neben einer erhöhten Polizeipräsenz und verstärkten Kontrollen spielen Maßnahmen wie die Einrichtung von Waffen- und Messerverbotszonen in der Innenstadt und am Hauptbahnhof eine zentrale Rolle.
Oberbürgermeister Harry Mergel sieht die Statistik als Bestätigung für die langjährige Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei. Gleichzeitig betont er die Bedeutung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger. Deshalb werde weiterhin auf sichtbare Maßnahmen gesetzt – unter anderem durch den kommunalen Ordnungsdienst, der personell aufgestockt werden soll.
„Heilbronn hat in puncto Sicherheit im Land die Nase vorn – das ist die objektive Lage“, erklärte Innenminister Thomas Strobl. Es sei jedoch ebenso wichtig, dass die Menschen sich nicht nur sicher seien, sondern sich auch sicher fühlten.
Kooperationsmodell „Sicheres Heilbronn“
Ein zentrales Element der Sicherheitsstrategie ist die im Oktober 2024 geschlossene Vereinbarung „Sicheres Heilbronn“. Stadt, Polizei und Innenministerium verfolgen dabei einen integrierten Ansatz mit gezielten Maßnahmen gegen Kriminalität im öffentlichen Raum.
Polizeipräsident Frank Spitzmüller verweist auf die enge Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft: Einfach gelagerte Straftaten werden im beschleunigten Verfahren abgeurteilt. Durch hohe Präsenz – sowohl in Uniform als auch zivil – und konsequente Aufenthaltsverbote habe sich insbesondere das Sicherheitsgefühl vieler Bürgerinnen und Bürger verbessert.
Ein weiterer Baustein: die Mobile Wache. Sie ermöglicht den direkten Kontakt zwischen Polizei und Bevölkerung vor Ort und wurde laut Innenministerium von der Bevölkerung positiv aufgenommen.
Jugendkriminalität rückläufig
Auch im Bereich der Jugendkriminalität zeigen sich positive Entwicklungen. In allen Altersgruppen unter 21 Jahren sank die Zahl der Tatverdächtigen. Herausfordernd bleiben hingegen Delikte mit Messern sowie Wohnungseinbrüche.
Über 6000 Personenkontrollen und zahlreiche Aufenthaltsverbote dokumentieren die konsequente Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der Sicherheitskooperation. Die Stadt Heilbronn will diesen Kurs weiterverfolgen – mit dem Ziel, nicht nur objektive Sicherheit zu gewährleisten, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung weiter zu stärken.
Datum: 2. April 2025